Presseeinladung: Informationsgespräch
Nr. 031 vom 16.07.2026
Managementplan für das FFH-Gebiet „Moränenlandschaft zwischen Staffelsee und Bayersoien“ und das Vogelschutzgebiet „Murnauer Moos und Pfrühlmoos“
Gemeinsam mit der Forstverwaltung und den unteren Naturschutzbehörden der Landratsämter Garmisch-Partenkirchen und Weilheim-Schongau veranstaltet die Regierung von Oberbayern am
Mittwoch, 29. Juli 2026,
um 9:30 Uhr
im Bürgersaal Saulgrub, Altenauerstr. 4 / Schmidgasse 2, 82442 Saulgrub
ein Informationsgespräch zum Managementplan für das FFH-Gebiet „Moränenlandschaft zwischen Staffelsee und Bayersoien“ und das Vogelschutzgebiet „Murnauer Moos und Pfrühlmoos" (Teilfläche im Staffelseegebiet).
Die Veranstaltung richtet sich an Grundeigentümer und Bewirtschafter des Gebietes sowie Träger öffentlicher Belange. Hierzu laden wir auch Sie als Medienberichterstatter herzlich ein.
Sollten Sie als Pressevertreter an der Veranstaltung teilnehmen wollen, bitten wir Sie im Sinne einer vorausschauenden Planung um Anmeldung per E-Mail an. presse@reg-ob.bayern.de bis Donnerstag, 23. Juli 2026.
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Gebietsbeschreibung
Das 2.526 Hektar große FFH- und Vogelschutzgebiet ist sowohl ein wichtiger Bestandteil im oberbayerischen „Natura 2000“-Netz als auch von überregionaler Bedeutung für den Arten- und Biotopschutz. Entscheidend für die Meldung als FFH-Gebiet und SPA-Gebiet (Special Protection Area) waren vor allem die Großflächigkeit verschiedener Moortypen, insbesondere von Kalkflachmooren, in Zusammensetzung mit Moorwäldern, die floristisch und für die Vogelwelt von herausragender Bedeutung sind. Zudem ist die Nutzung als Streuwiesen sowohl kulturhistorisch als auch für den Arten- und Biotopschutz im Gebiet wertvoll.
Die Unterlagen des Managementplan-Entwurfes (Textteile und Karten) können auf der Internetseite der Regierung von Oberbayern heruntergeladen werden.
Für die Managementplanung in den oberbayerischen Natura 2000-Gebieten ist die Regierung von Oberbayern als höhere Naturschutzbehörde federführend zuständig, soweit die Gebiete nicht überwiegend bewaldet sind. Im Rahmen der Managementplanung wird für jedes Natura 2000-Gebiet ein Gesprächsforum eingerichtet. Darin können alle naturschutzfachlichen, sozialen sowie forst-, land- und wasserwirtschaftlichen Belange eingebracht werden. Denn nur durch gemeinsames Handeln aller Beteiligten lässt sich die wertvolle Kulturlandschaft Oberbayerns und damit der gute Zustand der Natura 2000-Gebiete erhalten.
Die Vertreterinnen und Vertreter der Behörden möchten deshalb den aktuellen Stand des Managementplans vorstellen und im Rahmen des Informationsgesprächs die Anregungen und Wünsche aller Beteiligten diskutieren. Berechtigte Hinweise werden anschließend in den Managementplan einfließen. Der abgestimmte Maßnahmenkatalog des Managementplans ist dann zukünftig Richtschnur für die zuständigen Behörden, um den Erhalt des guten Zustandes des Natura 2000-Gebiets zu gewährleisten.
Ergänzende Informationen zu Natura 2000
In den europäischen Mitgliedsstaaten soll die Vielfalt der natürlichen Lebensräume sowie der wild lebenden Pflanzen und Tiere für zukünftige Generationen aufrecht-erhalten werden. Grundlage für den Aufbau des europäischen Biotopverbundnetzes mit der Bezeichnung Natura 2000 sind die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL) und die Vogelschutz-Richtlinie (VS-RL).
Die EU fordert einen guten Erhaltungszustand für die Natura 2000-Gebiete. Naturschutz- und Forstbehörden erfassen und bewerten dazu im sogenannten Managementplan Lebensräume und Arten und formulieren Vorschläge für zweckmäßige Erhaltungsmaßnahmen. Für Grundstückseigentümer und -eigentümerinnen sowie Nutzer und Nutzerinnen hat der Managementplan Hinweischarakter; sie dürfen die Flächen entsprechend der guten fachlichen Praxis auch weiterhin bewirtschaften. Der Erhaltungszustand der Lebensraumtypen und Arten darf sich jedoch nicht verschlechtern (Verschlechterungsverbot). Die Umsetzung des Managementplans ist für die Eigentümer und Eigentümerinnen sowie Nutzer und Nutzerinnen freiwillig und soll vorrangig durch Förderprogramme finanziert werden.
Nähere Informationen zum europäischen Biotopverbund Natura 2000 bietet das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz unter www.natur.bayern.de an.
