Infektionsschutz; Beantragung einer Erlaubnis zum Arbeiten mit Krankheitserregern

Wer Krankheitserreger im Sinne des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) in die Bundesrepublik Deutschland verbringen, sie ausführen, aufbewahren, abgeben oder mit ihnen arbeiten will, bedarf der Erlaubnis der zuständigen (Bezirks-)Regierung.

Beschreibung

Krankheitserreger im Sinne des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) ist ein vermehrungsfähiges Agens (Virus, Bakterium, Pilz, Parasit) oder ein sonstiges biologisches transmissibles Agens, das bei Menschen eine Infektion oder übertragbare Krankheit verursachen kann.

Um Arbeiten mit Krankheitserregern handelt es sich nicht nur dann, wenn Krankheitserreger bewusst zur Vermehrung gebracht werden, sondern auch, wenn Lebensmittel lediglich auf die Abwesenheit von Krankheitserregern untersucht werden.

Der Erlaubnis der zuständigen Behörde bedarf, wer Krankheitserreger in den Geltungsbereich des IfSG verbringen, sie ausführen, aufbewahren, abgeben oder mit ihnen arbeiten will.

Einer Erlaubnis bedarf nicht, wer unter Aufsicht desjenigen, der eine Erlaubnis besitzt oder ausnahmsweise keiner Erlaubnis bedarf, tätig ist.

Für Sie zuständig

  • Regierung von Oberbayern - Sachgebiet 55.2 - Rechtsfragen Gesundheit, Verbraucherschutz und Pharmazie

    Ansprechpartner
    Bruckmeir, Felix
    Zertifizierung nach Guter Vertriebspraxis, Großhandel mit Arzneimitteln
    Telefon +49 (0)89 2176-2788
    Fax +49 (0)89 2176-402788
    E-Mail

    Demir, Monika
    zuständig für pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA)
    Telefon +49 (0)89 2176-2468
    Fax +49 (0)89 2176-402468
    E-Mail

    Ens, Edith
    Telefon +49 (0)89 2176-2638
    Fax +49 (0)89 2176-402638
    E-Mail

    Entschädigung bei Kinderbetreuung
    E-Mail

    Dr. Herrmann, Kristin - stellvertretende Sachgebietsleiterin
    Telefon +49 (0)89 2176-3289
    Fax +49 (0)89 2176-403289
    E-Mail

    Karaaslan, Sedat
    Telefon +49 (0)89 2176-2828
    Fax +49 (0)89 2176-402828
    E-Mail

    Leipfinger, Rosina
    Telefon +49 (0)89 2176-3226
    Fax +49 (0)89 2176-403226
    E-Mail

    Mandl, Sabine
    Telefon +49 (0)89 2176-3344
    Fax +49 (0)89 2176-403344
    E-Mail

    Pinter, Doris - Sachgebietsleiterin
    Telefon +49 (0)89 2176-2229
    Fax +49 (0)89 2176-402229
    E-Mail

    Quarantäne Corona
    E-Mail

    Rechtsfragen Gesundheit, Verbraucherschutz und Pharmazie
    Telefon +49 (0)89 2176
    Fax +49 (0)89 2176-2914
    E-Mail

    Saumweber, Irmengard
    Telefon +49 (0)89 2176-2731
    Fax +49 (0)89 2176-402731
    E-Mail

    Schlagenhauff, Daniela
    Anerkennung ausländischer Ausbildungen von pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA) und veterinärmedizinisch-technischen Assistenten (VMTA)
    Telefon +49 (0)89 2176-2194
    Fax +49 (0)89 2176-402194
    E-Mail

    Servicenummer für Tierversuchsanträge
    Telefon +49 (0)89 2176-2014
    E-Mail

    Spachtholz, Gisela
    Telefon +49 (0)89 2176-2637
    Fax +49 (0)89 2176-402637
    E-Mail

    Die allgemeinen Öffnungszeiten sind:
    Montag bis Donnerstag 08:00 Uhr - 16:00 Uhr
    Freitag 08:00 Uhr - 14:00 Uhr

    Zu den allgemeinen Öffnungszeiten werden vorrangig individuelle Terminvereinbarungen angeboten.

    Die Pforte im Hauptgebäude ist zu folgenden Zeiten besetzt:
    Montag bis Donnerstag 07:00 Uhr - 17:45 Uhr
    Freitag 07:00 Uhr - 14:45 Uhr

    Hausanschrift
    Maximilianstraße 39
    80538 München
    Postanschrift
    80534 München
    Telefon +49 (0)89 2176-0
    Fax +49 (0)89 2176-2914

Voraussetzungen

Die Erlaubnis ist personenbezogen. Voraussetzung ist, dass der Antragsteller

  • die erforderliche Sachkenntnis besitzt und
  • sich nicht als unzuverlässig für die Tätigkeiten erwiesen hat, für deren Ausübung die Erlaubnis beantragt wird.
Die erforderliche Sachkenntnis wird grundsätzlich nachgewiesen durch
  • den Abschluss eines Studiums der Human-, Zahn- oder Veterinärmedizin, der Pharmazie oder den Abschluss eines naturwissenschaftlichen Fachhochschul- oder Universitätsstudiums mit mikrobiologischen Inhalten und
  • durch eine mindestens zweijährige hauptberufliche Tätigkeit mit Krankheitserregern unter Aufsicht einer Person, die im Besitz der Erlaubnis zum Arbeiten mit Krankheitserregern ist.

Fristen

Es sind keine Fristen einzuhalten.

Erforderliche Unterlagen

  • Führungszeugnis
    als Zuverlässigkeitsnachweis
  • Sachkundenachweis
    durch Vorlage beglaubigter Kopien Ihrer Ausbildungsnachweise und Bescheinigung über die mindestens zweijährige hauptberufliche Tätigkeit mit Krankheitserregern unter Aufsicht

Formulare

  • Tätigkeiten nach Infektionsschutzgesetz und Tierseuchenerregerverordnung - Genehmigungsanträge und Anzeigen -
    • Antrag auf Erlaubnis für Tätigkeiten mit Krankheitserregern nach § 44 Infektionsschutzgesetz
    • Anzeige zur Aufnahme von Tätigkeiten nach § 49 Infektionsschutzgesetz
    • Antrag auf Erlaubnis für Tätigkeiten nach § 2 Tierseuchenerregerverordnung
    • Anzeige zur Aufnahme von Tätigkeiten nach § 6 Tierseuchenerregerverordnung
    • Änderungsanzeige gemäß § 5 Tierseuchenerregerverordnung
    • Änderungsanzeige gemäß § 50 Infektionsschutzgesetz

Kosten

Unter Berücksichtigung des entstandenen sachlichen und zeitlichen Verwaltungsaufwands und der Bedeutung der Angelegenheit wird für den Antragsteller eine Verwaltungsgebühr nach der Verordnung über die Benutzungsgebühren der Gesundheitsverwaltung (GGebO) erhoben.

Rechtsbehelf

Verwaltungsgerichtsprozess
verwaltungsgerichtliche Klage

Stand: 23.04.2020
Redaktionell verantwortlich: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (siehe BayernPortal)