Städtebauförderung für den Markt Burgheim
Nr. 060 vom 19.12.2025
Rund 5,1 Millionen Euro für die Sanierung und öffentliche Nutzung des Gebäudeensembles an der Donauwörther Straße
Die Regierung von Oberbayern hat der Marktgemeinde Burgheim im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen staatliche Zuwendungen zur Sanierung mehrerer Gebäude in der Ortsmitte von Burgheim bewilligt. Als erste Rate konnten rund 3,3 Millionen Euro bewilligt werden, eine weitere Rate von voraussichtlich rund 1,8 Millionen Euro wurde in Aussicht gestellt. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 7 Millionen Euro. Die Zuwendung erfolgt im Rahmen des Bayerischen Städtebauförderungsprogramms mit dem Förderschwerpunkt „Flächen schonen“ und der Förderinitiative „Innen statt Außen“.
Über Jahrzehnte standen die vier Gebäude entlang der Donauwörther Straße leer, bis sie durch den Markt Burgheim nach und nach erworben werden konnten. Sie wurden als ehemalige Armenhäuser ursprünglich zum Wohnen genutzt. Die Sanierung der maroden und teils eingestürzten Gebäude ist eine technisch hochkomplexe Maßnahme, insbesondere wegen der herausfordernden Lage am Fuß des Kirchbergs und der angrenzenden, viel befahrenen Kreisstraße. Durch ihre Nähe zum Rathaus und zum Gemeindesaal sind die Gebäude sehr gut geeignet, dringend benötigte Einrichtungen, u. a. eine Bibliothek und mehrere kleine Veranstaltungsräume unterzubringen. In der rückwärtigem Hangterrasse ist außerdem ein öffentlich nutzbarer Lesegarten geplant. Für die Sanierung und Umgestaltung des ortsbildprägenden Gebäudeensembles wurde ein Architekturwettbewerb durchgeführt.
Zuletzt konnte die Marktgemeinde Burgheim auch das Nachbargebäude in der Pfarrgasse 1 samt zugehörigem Grundstück erwerben. Hierüber ist der Zugang zum hangseitigen Außenbereich möglich und kann ansprechend gestaltet werden. Perspektivisch kann auch dieses Gebäude nach umfassender Sanierung ins Ensemble der Gebäude an der Donauwörther Straße eingefügt werden.
Die Städtebauförderung in Bayern leistet seit 1971 einen bedeutenden Beitrag zur städtebaulichen Erneuerung der bayerischen Städte, Märkte und Dörfer. Seither wurden alleine in Oberbayern rund 300 Kommunen unterstützt. Hierfür standen über 1,3 Milliarden Euro Finanzhilfen aus Bundes-, Landes- und EU-Mitteln zur Verfügung, wobei der Bayerische Landtag die Landesmittel bereitgestellt hat. Die Finanzhilfen des Bundes und des Freistaats Bayern aktivieren Privatkapital in mehrfacher Höhe und tragen nachhaltig zur Sicherung der Arbeitsplätze bei. Aktuelle Handlungsschwerpunkte sind die Stärkung der Innenstädte und Ortsmitten, die Fortentwicklung von Stadt- und Ortsteilen mit besonderem sozialem, ökonomischen und ökologischen Entwicklungsbedarf sowie die Herstellung nachhaltiger städtebaulicher Strukturen angesichts von Funktionsverlusten und Klimawandel.
Mehr Informationen zur Städtebauförderung sind im Internet abrufbar unter:
http://www.stmb.bayern.de/buw/staedtebaufoerderung/index.php.
