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Pressemitteilungen

Nr. 617 vom 20.07.2010

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Mit Grabungsatlas zu achtmal mehr Breitband für gleichen Preis
Grabungsatlas Fürstenfeldbruck Vorbild für den Daten-Highway-Ausbau in ganz Deutschland

Der Landkreis Fürstenfeldbruck hat zusammen mit der Regierung von Oberbayern nun als zweiter bayerischer Landkreis nach Neuburg-Schrobenhausen einen Grabungsatlas für den Breitbandausbau und das schnelle Internet erstellt. „Mit dem Grabungsatlas Fürstenfeldbruck ist es wie mit dem „Ei des Kolumbus“ - der Gedanke klingt einfach, man muss nur so handeln. Bisher gibt es diese großflächigen Koordinierungsinitiativen nur in Oberbayern aber mittlerweile bekommen wir bundesweite Anfragen zu unseren Erfolgsprojekten“, freuen sich Regierungspräsident Christoph Hillenbrand und Landrat Thomas Karmasin bei der heutigen Vorstellung in Fürstenfeldbruck. Der Breitbandatlas erfasst digital und über Internet abrufbar im Landkreis die laufenden und in den nächsten Jahren anstehenden Tiefbauvorhaben. Dazu gehören unter anderem Straßenbaumaßnahmen, Kanalarbeiten oder Radwege. Breitbandunternehmen erhalten so die nötigen Informationen, um diese Baumaßnahmen zur kostengünstigen Leerrohr- oder gar Kabelverlegung mitnutzen zu können. Der Grabungsatlas ist damit eine wichtige zusätzliche Planungshilfe, insbesondere für die mittel- und langfristig notwendigen, mit Glasfaser arbeitenden Hochleistungsnetze. Um die Investitionskosten für die Breitbandversorgung im Idealfall auf ein Achtel zu senken, ist der Grabungsatlas ein vielversprechender Ansatz. Denn ein wesentlicher Kostenfaktor beim terrestrischen Ausbau sind die dafür nötigen Baugruben.

Planungskonzepte mit dem Ziel einer Breitbandanbindung verschenken mögliche Synergieeffekte, wenn nicht gleichzeitig aktuell oder künftig Bauvorhaben mit berücksichtigt werden. Vor allem die mittel- und langfristige Versorgung mit leistungsstarken Glasfaserkabeln von 50 Mbit/s aufwärts würde dann aufwändiger und teurer als eigentlich nötig; denn ein wesentlicher Kostenfaktor bei diesem terrestrischen Ausbau sind die dafür nötigen Erdarbeiten. Lassen sich dagegen die Bauarbeiten anderer Infrastrukturmaßnahmen mitnutzen, bedeutet das Glasfaserleitungen mit 8 bis 10-facher Länge zum gleichen Preis.

Hillenbrand ist allerdings überzeugt, dass auch mit diesem neuen Instrument aktuelle Funk - oder Hybridlösungen, die kurzfristig eine Mindestversorgung im Bereich von 1-2 Mbit/s garantieren sollen, nicht überflüssig werden. Selbstverständlich muss die Mindestversorgung für einen tauglichen Internetzugang, gerade in den ländlichen Regionen mit allen Mitteln jetzt schnellstmöglich flächendeckend geschaffen werden. Aktuell haben dazu in Oberbayern insgesamt 66 Kommunen eine Förderung für die Breitbanderschließung erhalten, die sich sowohl auf funk- als auch auf kabelbasierten Lösungen stützt. Es geht dabei um ein Investitionsvolumen von über 9,2 Millionen Euro. Die Regierung von Oberbayern hat hierfür bisher rund 4,5 Millionen Euro an Fördermitteln bewilligt. Mit jedem neuen Förderbescheid kommen wir unserem Ziel einer lückenlosen Breitbandversorgung in der Fläche ein Stück näher. Die Bayerische Staatsregierung hatte im Juli 2008 die Breitbandinitiative gestartet.

Informationen zur Breitbandförderung sind im Breitbandportal abrufbar.

Landratsamt Fürstenfeldbruck
Von links nach rechts: Landrat Thomas Karmasin, Regierungspräsident Christoph Hillenbrand (Foto: Landratsamt Fürstenfeldbruck)
(84 kB / 72 dpi)


Weiterführende Links (externe Links):

  • Breitbandportal


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